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  • Verfasser / Herausgeber / Bearbeiter: Höpflinger, François^Fux, Beat
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Titel: Familien - intereuropäische Perspektive.
  • In: Sammelband / Reader / Tagungsband: Ecarius, Jutta (Hrsg.): Handbuch Familie. Wiesbaden 2007
  • Seitenangabe: 57 - 77
  • Abstract: In den letzten Jahrzehnten lassen sich, so die Verfasser, in den meisten europäischen Ländern drei allgemeine Wandlungen der Familiengründung festhalten: Zum Ersten kam es in vielen Ländern zu einer Entbündelung oder sogar Auflösung des christlich-bürgerlichen Ehe- und Familienmodells, welches eine klare Verknüpfung von Sexualität, Zusammenleben und Kindern innerhalb einer definierten Lebensform - der Ehe - vorsah. Zum Zweiten kam es in vielen europäischen Ländern zu einer Verzögerung der Familiengründung, wobei sich teilweise eine vorfamiliale Lebensphase junger Erwachsener verankert hat. Zum Dritten erfuhren die europäischen Länder einen Rückgang der Geburtenhäufigkeit, wodurch sich die demografische Alterung europäischer Bevölkerungen verstärkte. In einigen, wenn auch nicht in allen europäischen Ländern erhöhte sich auch der Anteil kinderlos bleibender Frauen und Männer. In einem zweiten Schritt werden ausgewählte Aspekte familialer Strukturen verglichen. Dabei wird gezeigt, dass alle west- und südeuropäischen Länder in der einen oder anderen Form steigende Frauenerwerbsquoten aufzuweisen haben, wobei das Familienmodell mit vollberuflicher Hausfrau und Mutter seltener geworden ist. Weitere Schwerpunkte der Untersuchung beziehen sich auf die Familienauflösung, Ein-Eltern- und Fortsetzungsfamilien sowie auf die späteren Phasen des Ehe- und Familienleben. Zum Schluss werden folgende gesamteuropäischen Trends zur Diskussion gestellt: Ein Wandel in der gesellschaftlichen Akzeptanz von Sexualität, inklusive der Akzeptanz vorehelicher Sexualität und homosexueller Beziehungen, die Verfügbarkeit hochwirksamer Empfängnisverhütungsmittel und eine verstärkte Kontrolle der Frauen über Fortpflanzungsentscheidungen, eine Verminderung der sozialen Kontrolle durch gesellschaftliche Institutionen oder, alternativ dazu, eine größere individuelle Autonomie, gekoppelt mit einer stärkeren Ausrichtung auf Märkte, eine verstärkte Betonung der persönlichen Bedürfnisse in Bezug auf Lebensgemeinschaften (inklusive der Ehe) und eine höhere Wertschätzung partnerschaftlichen Austausches. Dies impliziert die Möglichkeit alternativer Lebensformen wie auch die Auflösung unbefriedigender Lebensgemeinschaften (Scheidung), eine verstärkte Verknüpfung von beruflichen und familialen Orientierungen auch bei Frauen an Stelle eines Modells "getrennter Lebenswelten", die "Entdeckung" der Opportunitätskosten von Kindern und eine ausgeprägte Entkoppelung der Altersversorgung von familialen Entscheiden, eine erhöhte gemeinsame Lebenszeit familialer Generationen, welche in Kombination mit geschlechtsspezifischen Unterschieden von Lebenserwartung und Partnerschaftsverhalten zu einer ausgeprägt weiblichen Prägung später Familienphasen führt. (ICG2). Die Untersuchung enthält quantitative Daten.
  • URL : Volltext / Inhaltsverzeichnis: http://www.springerlink.com/content/q6535232vx52262k/?MUD=MP
  • Schlagworte: Familie, Familienerziehung, Familienprobleme
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